Radikalisierung von arabischen Jugendlichen

- Das Problem: Wachsender Extremismus und religiöse Intoleranz unter arabischen Jugendlichen, die von Sozialarbeitern kritisiert werden.
- Die Doppelmoral: Warum die Politik bei manchen Extremismusformen wegschaut, während sie andere lautstark bekämpft.
- Der Vergleich: Wie führende Politiker und Medien während der Pandemie selbst eine gefährliche Ausgrenzung und Entwertung von Minderheiten betrieben haben.
Dieser Beitrag ist kein Angriff auf Jugendliche. Er ist ein Angriff auf politische Blindheit.
Wenn Kinder religiöse Minderheiten, Homosexuelle oder Christen offen entmenschlichen, braucht es Hilfe, klare Grenzen und eine ehrliche Debatte. Und genau deshalb stört mich die Doppelmoral: Bei manchen Formen von Extremismus wird sofort mobilisiert, bei anderen wird auffällig leise gesprochen.
Worum es mir geht:
- Menschenfeindlichkeit bleibt Menschenfeindlichkeit—egal, aus welcher Richtung sie kommt.
- Staatliche und mediale Maßstäbe müssen für alle gelten.
- Wer Bürgergruppen entwertet, beschädigt den demokratischen Diskurs selbst.
“Zuerst schneiden wir den Juden die Kehle durch, dann den Schwulen und zum Schluss den Christen”, ist laut Wolfgang Büscher (Sprecher des Kinder- und Jugendwerks „Arche”) eine von vielen Aussagen von arabischen Jugendlichen. Er betont, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, sondern dass sich diese Kinder immer weiter radikalisieren.
Wolfgang Büscher, Kinder- und Jugendwerk “Arche” über arabische Jugendliche
Sie lehnen unsere Kultur, unsere Werte ab. Der Hass ist unvorstellbar.
Mein Kommentar
Anstatt diesen Kindern zu helfen und klare Grenzen gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit zu ziehen, fokussiert sich die Bundesregierung um Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) öffentlichkeitswirksam vor allem auf den Kampf gegen Rechtsextremismus. Zugleich wurde Faesers Verhältnis zu linksextremistischen Akteuren bereits öffentlich kritisiert.
Viel wichtiger und sinnvoller wäre aus meiner Sicht ein unverblendeter, ideologiefreier Kampf gegen jede Art von Extremismus.
Die bpb-Definition von Rechtsextremismus
Laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist ein zentrales Merkmal des Rechtsextremismus “die Vorstellung, dass manche Menschen mehr wert seien als andere”; Rassismus nennt die bpb als elementaren Bestandteil.
Bevor der Einwand kommt: Ja, Aussagen wie die eingangs zitierte fallen nicht unter Meinungsfreiheit—sie sind strafrechtlich relevant, von Beleidigung bis Volksverhetzung. Wer das verschweigt, argumentiert unredlich. Die Frage ist nicht, ob diese Kinder Grenzen brauchen. Die Frage ist, warum dieselben Maßstäbe so selten für “führende Persönlichkeiten” gelten, die Ungeimpfte als “Todesengel”, “Corona-RAF” oder gesellschaftlichen “Blinddarm” markiert haben.
Sind diese Kinder und Jugendlichen also nun rechtsextrem? Warum hört man dazu von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nichts? Warum gibt es keine großangelegten Demonstrationen gegen diese Minderjährigen? (Ironie)
Im Zuge der Enthüllungen um die RKI Protokolle muss jedoch auch die Frage erlaubt sein, ob “führende” Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wissenschaft gemäß der bpb-Definition selbst in eine gefährliche Nähe zu genau jener Entwertung geraten sind. Denn auch diese Aussagen suggerieren: Manche Menschen—damals Geimpfte—seien mehr wert als andere, nämlich Ungeimpfte.
Nein, das ist keine Gleichsetzung
Natürlich ist ein antisemitischer oder homophober Gewaltwunsch eines Jugendlichen nicht dasselbe wie eine harte politische Aussage in einer Talkshow. Aber der gemeinsame Kern ist entscheidend: Menschen werden nicht mehr als einzelne Personen gesehen, sondern als minderwertige Gruppe markiert.
Genau an diesem Punkt muss eine Demokratie empfindlich sein. Nicht selektiv. Nicht parteipolitisch. Sondern grundsätzlich.
Wer hat die Ungeimpften entrechtet?
Friedrich Merz (CDU), November 2021
Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal.
Juliane Bogner-Strauß, November 2021
Ungeimpfte Pflegekräfte sind Todesengel
Markus Söder (CSU), 19. Februar 2022
Bezeichnete Kritiker der Coronamaßnahmen als “Corona-RAF”, in Anspielung an die linksradikale Rote-Armee-Fraktion (RAF), welche für 33 Morde verantwortlich ist.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), 15. November 2021
Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren
Friedrich Merz (CDU) & Günther Jauch, November 2021
Impfverweigerer, Impfgegner und Corona-Leugner nehmen uns in Geiselhaft
Frank Ulrich Montgomery (Vorsitzender Weltärztebund), 07. November 2021
Tyrannei der Ungeimpften
Joachim Gauck (ehem. Bundespräsident), 06. November 2021
Impfgegner sind bekloppt
Sarah Bosetti, 03. Dezember 2021
Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essenziell für das Überleben des Gesamtkomplexes.
Bianca Blomenkamp (Fraktionsvorsitzende Grüne Hamburg, Fachsprecherin für Antidiskriminierung), 06. Dezember 2021
Heute ist so ein Tag, an dem ich jedem freiwillig Ungeimpften gern kommentarlos aufs Maul hauen würde.
Robert Habeck (Bundeswirtschaftsminister, Grüne), 08. August 2021
Und zwar werden die Geimpften, solange das die Gesellschaft und das Gesundheitssystem tragen kann, mehr Rechte haben.
Was daraus folgen sollte
Mein Punkt ist nicht, eine Menschenfeindlichkeit gegen die andere aufzurechnen. Mein Punkt ist: Wer Demokratie verteidigen will, muss Menschenwürde ohne Rabatt verteidigen—unabhängig davon, ob die Entwertung von Jugendlichen, Ministern, Talkshowgästen oder Leitartikeln kommt.
Deshalb lohnt sich die einfache Gegenprobe: Würde dieselbe Aussage noch akzeptiert, wenn sie aus dem politisch anderen Lager käme? Wenn nicht, ist nicht der Gegner das Problem, sondern der doppelte Maßstab.
Hinweis zur Quellenlage: Die Corona-Zitate sind über eine archivierte Telegram-Sammlung belegt. Wer eine belastbarere Primärquelle zu einem einzelnen Zitat hat, kann sie mir schicken; ich ergänze sie gern.
Häufige Bedenken & Einwände proaktiv betrachtet 🛡️
- „Spielt das nicht den Rechtspopulisten in die Karten?“: Tabus und das Verschweigen von Problemen stärken populistische Kräfte viel mehr als eine ehrliche und lösungsorientierte Debatte. Extremismus muss überall beim Namen genannt werden.
- „Die Situation von Jugendlichen ist sozial bedingt, nicht religiös“: Soziale Faktoren spielen eine Rolle, aber das rechtfertigt keine religiös motivierte Entmenschlichung anderer Gruppen. Beide Aspekte müssen adressiert werden.
- Erfahrungen aus der Praxis: In meiner parteipolitischen Arbeit und in Gesprächen vor Ort erlebe ich immer wieder, dass die Bürger sich eine ideologiefreie Benennung von Problemen wünschen – nur so kann echter Zusammenhalt entstehen.
Quellen
- Focus: Wolfgang Büscher über radikalisierte arabische Jugendliche (Archiv 2026-06-21)
- Bundeszentrale für politische Bildung: Was ist Rechtsextremismus? (Archiv 2026-06-21)
- Cicero: Kritik an Bundesinnenministerin Faeser und Linksextremismus-Debatte (Archiv 2026-06-21)
- Telegram-Quelle zu Corona-Zitaten (Archiv 2026-06-21)